Stundensatz-Rechner für Handwerker
Viele Handwerker fakturieren ihre Stunde zu niedrig. Geben Sie Ihre Kosten und fakturierbaren Stunden ein, um Ihren minimalen Stundensatz zu erfahren.
Alle jährlichen Kosten (Material, Fahrzeug, Versicherungen, Beiträge, Räume…) + das Nettoeinkommen, das Sie sich auszahlen möchten.
Ein Handwerker fakturiert im Schnitt 1.100 bis 1.300 Std./Jahr: der Rest entfällt auf Angebote, Fahrten und Verwaltung.
Eine Marge, um Unvorhergesehenes (Verzögerungen, Zahlungsausfälle) aufzufangen und Gewinn zu erzielen.
Unverbindliche Schätzung, ohne MwSt. Anzupassen an Ihr Gewerk, Ihre Region und Positionierung.
Wie berechnet man seinen Stundensatz?
Ihr minimaler Stundensatz ergibt sich aus Ihren jährlichen Kosten plus gewünschter Vergütung, geteilt durch die tatsächlich fakturierbaren Stunden pro Jahr.
Verwechseln Sie nicht gearbeitete mit fakturierbaren Stunden: Angebote, Fahrten und Verwaltung werden nicht berechnet. Oft werden nur 60 bis 70 % der Zeit fakturiert.
Fügen Sie eine Sicherheitsmarge hinzu, um Unvorhergesehenes aufzufangen.
Konkretes Rechenbeispiel
Ein Handwerker mit einem Jahresbedarf von 45.000 € (Kosten + gewünschte Nettovergütung), der 1.200 Stunden pro Jahr fakturiert:
- Mindeststundensatz: 45.000 € ÷ 1.200 h = 37,50 €/h
- Mit 10 % Sicherheitsmarge: 37,50 € × 1,10 = 41,25 €/h
Unter 37,50 €/h arbeitet er mit Verlust. Der empfohlene Satz von 41,25 €/h fängt Unvorhergesehenes ab und erzielt Gewinn.
Gearbeitete oder fakturierbare Stunden?
Das ist der häufigste Fehler. Ein Handwerker arbeitet oft 1.600 bis 1.800 Stunden pro Jahr, fakturiert aber nicht die gesamte Zeit.
Nicht berechnet werden: Angebote, Fahrten, Materialeinkauf, Mahnwesen und Verwaltung. Oft werden nur 60 bis 70 % der Zeit fakturiert.
Die Berechnung muss daher auf den tatsächlich fakturierbaren Stunden beruhen.
Zu vermeidende Fehler
- Den Preis des Nachbarn kopieren: seine Kosten sind nicht Ihre.
- Reale Kosten vergessen: Fahrzeug, Versicherungen, Material, Beiträge — alles zählt.
- Umsatz und Einkommen verwechseln: Ihre Nettovergütung ist nur ein Teil.
- Keine Marge einplanen: ohne Marge wird jedes Unvorhergesehene zum Verlust.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, ob ich genug berechne?
Vergleichen Sie Ihren aktuellen Satz mit dem hier berechneten Mindestsatz. Liegt er darunter, arbeiten Sie mit Verlust.
Wie viele fakturierbare Stunden pro Jahr im Schnitt?
Bei etwa 1.600 gearbeiteten Stunden pro Jahr fakturiert ein Handwerker meist 1.100 bis 1.300 Stunden.
Ist die MwSt. im Stundensatz enthalten?
Nein, der berechnete Satz ist netto. Die MwSt. kommt je nach Art der Arbeiten hinzu.
Wie schätze ich meine Jahreskosten?
Addieren Sie alle beruflichen Ausgaben des Jahres: Material, Fahrzeug, Versicherungen, Beiträge, Räume, Software, Steuerberater usw. Fügen Sie dann Ihr gewünschtes Nettoeinkommen hinzu.
Muss ich allen Kunden denselben Satz berechnen?
Der berechnete Satz ist eine Untergrenze. Sie können ihn je nach Komplexität oder Kundentyp anpassen, sollten ihn aber dauerhaft nicht unterschreiten.
Wie oft sollte ich den Stundensatz neu berechnen?
Mindestens einmal pro Jahr und bei jeder wichtigen Änderung: neue Versicherung, Fahrzeugkauf, steigende Materialpreise oder geänderte Vergütung.
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